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Bei psychogenen (somatoformen) Schmerzen unterscheiden wir zwei Formen: den primär psychogenen und sekundär psychogenen Schmerz. Beim primär psychogenen Schmerz liegen kognitive und emotive Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems vor. Häufig sind Neurosen oder Psychosen grundlegend. Durch diese zentralen Störungen entstehen Schmerzwahrnehmungen in der Peripherie. Am Schmerzort liegt keine Noxe vor. Der sekundäre psychogene Schmerz entsteht aufgrund eines chronisch-nozizeptiven und/oder neuropathischen Schmerzes: Lange bestehende Schmerzen belasten den betroffenen Patienten zwangsläufig psychoemotional und auch psychosozial, wenn er nicht durch wirksame Bewältigungsstrategien gelernt hat, mit dem Schmerz umzugehen.

Eine besondere Form psychogener Schmerzen im Zusammenhang mit „atypischen Gesichtsschmerzen“ ist die so genannte „Zwanghafte Okklusale Vigilanz“.

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