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Auch neuropathische Schmerzen sind meist chronisch: Die reizleitenden und reizverarbeiteten peripheren und zentralen Nervensysteme selbst sind (meist irreversibel) geschädigt und erkrankt. Dies geschieht durch Verletzungen (zum Beispiel Amputationen, wiederholte chirurgische Eingriffe, Querschnittslähmungen), virale Infektionen (zum Beispiel Herpes zoster), Stoffwechselerkrankungen (zum Beispiel Diabetes mellitus) und degenerative Erkrankungen des Nervensystems (zum Beispiel Multiple Sklerose). Auch neuroplastischen Veränderungen des Nervensystems bei chronisch-nozizeptiven Schmerzen werden dem neuropathischen Schmerz zugerechnet. Darunter verstehen wir die strukturellen Veränderungen von Nervengewebe als Reaktionen auf länger bestehende nozizeptive Reizung (zum Beispiel: Vermehrung von lonenkanälen und Bildung von zusätzlichen Synapsen).

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