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Die moderne Schmerzmedizin hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Die Neurophysiologie des Schmerzes ist hinreichend aufgeklärt: Die neurophysiologischen Schmerzmechanismen sind ausreichend bekannt. Diese Erkenntnisse, in der Praxis folgerichtig angewendet, ermöglichen uns einen weitgehend stressfreien Umgang mit Schmerzpatienten – auch mit chronischen Schmerzpatienten. Früher waren wir in Bezug auf die Schmerzdifferenzierung fast ausschließlich auf die Identifizierung des Schmerzortes angewiesen. Für den Fall, dass am Schmerzort keine Schmerzursache festgestellt und beseitigt werden konnte, mussten wir auf nichtssagende und nicht zielführende Begriffe wie „atypisch“ zurückgreifen (zum Beispiel: atypischer Gesichtsschmerz oder atypische Odontalgie). Heutzutage können wir neurophysiologisch drei Schmerzmechanismen unterscheiden:

  • nozizeptive Schmerzen (akut oder chronisch)
  • neuropathische Schmerzen (meist chronisch)
  • psychogene Schmerzen (primär oder sekundär)

Für jede dieser Schmerzmechanismen können wir klare und zielführende Therapiestrategien formulieren und entsprechende Therapiewege einschlagen.

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